Erkundung des Regenbogen Kindergartens in Hösbach


Der Regenbogen-Kindergarten besteht seit  20 Jahren. Träger des Kindergartens ist der Markt Hösbach. Im Moment sind dort 26 Mitarbeiter angestellt: 18 Erzieher bzw. Kinderpfleger, 5 Praktikantinnen aus der Kinderpflegeschule bzw. Fachakademie, 2 Damen, die das Mittagessen bzw. die Mittagszeit betreuen, und ein Hausmeister.

Der Kindergarten bietet neben den drei Gruppen Füchslein, Foxis und Schlaufüchse auch eine Kindertagesstätte für Kleinkinder bis zu 3 Jahren an. Dort sind im Moment 36 Kinder untergebracht. Jeweils 9 Erzieher kümmern sich um die 3-6-jährigen bzw. um die unter 3-Jährigen. 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Kindergärten bietet der Regenbogen-Kindergarten sogenannte Aktionsräume an anstelle von Gruppenräumen,  die alle dieselben Spielsachen enthalten. So gibt es einen Raum, in dem die Kinder „forschen“ können, einen Turnraum und einem Gestaltungsraum, in dem gemalt, gebastelt und sich verkleidet wird.

Im Kindergarten sind Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen angestellt.

Grundvoraussetzung für diese Berufe sind nach Aussagen von Anja Halkow, Leiterin des Kindergartens, Teamfähigkeit, Kreativität und die Begeisterung, mit Kindern zu arbeiten.

Im Berufsalltag sollte man sehr flexibel sein, weil man ständig andere Situationen meistern muss: Kinder sinnvoll beschäftigen, Streit schlichten, aufpassen, dass Kindern nichts passiert, Kinder füttern, umziehen, Projekte planen, Elterngespräche führen, Entwicklungsschritte dokumentieren….

Die Ausbildung zur Kinderpflegerin dauert zwei Jahre und findet an der Kinderpflegeschule statt. Um dort einen Platz zu bekommen, muss man in Deutsch eine 3 haben und sollte in den Sachfächern ebenfalls keine schlechten  Noten haben. Diese Schule besucht man 2 Jahre lang. Man ist allerdings während dieser Zeit auch für mehrere Wochen im Kindergarten tätig. Als Kinderpflegerin hat man ähnliche Aufgaben wie eine Erzieherin, allerdings trägt man nicht dieselbe Verantwortung. Wenn man im Anschluss noch Erzieherinwerden möchte, arbeitet man ein Jahr im Kindergarten und besucht dann zwei Jahre lang die Fachakademie für Soziales.

Möchte man Erzieherin nach der Mittleren Reife werden, muss man sich direkt an der Fachakademie für Soziales bewerben. Hat man einen Platz an der Akademie bekommen, arbeitet man zuerst ein Jahr im Kindergarten als Vorpraktikantin. Im Anschluss besucht man zwei Jahre lang die Schule. Die Ausbildung wird durch ein Anerkennungsjahr im Kindergarten abgeschlossen.

Mit einem guten Abschluss der Fachakademie kann man sogar noch ein Studium beginnen.

Nach Auskunft von Frau Halkow haben beide Berufe große Zukunft. Auch wenn die Kinderzahl zurückgeht, arbeiten in der Regel beide Elternteile, sodass die Kinder mehr und mehr in Kindertagesstätten und Kindergärten betreut werden.