Lehrerfortbildung Methoden

Am 22.05. hielt Hubert Schmidt eine Fortbildung, an der sich das Kollegium auf freiwilliger Basis beteiligte. Die Intention hierbei war nicht, einzelne Methoden detailliert zu erproben, sondern eine homogene Wissensbasis zu schaffen, von der aus eine Steuergruppe evtl. ein Methodencurriculum entwickelt, bzw. dem Kollegium einzelne Methoden näher bringt. 
Auffallend war die Offenheit und Vertrautheit der Kollegen gegenüber Herrn Schmidt, so dass sein Vortrag auf "fruchtbaren Boden" fiel. Die profunde Präsentation basierte auf Autoren wie Meyer und Wahl, die für Innovation im konstruktivistischen Sinne stehen. 

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Ausgehend von der Systemtheorie (Luhmann), auf der unser neuer Lehrplan basiert, ist der einzige Weg, unterschiedliche Systeme zu kalibrieren, die Interaktion und Kommunikation. So ließ Herr Schmidt - selbst ein Spezialist der individuellen Lerntheorien - dem dialogischen Lehren und Lernen eine besonderen Stellenwert zukommen. Besonders die Punkte Transparenz und echte Lernzeit wurden vertieft angesprochen. 
So sorgen ein Advanced Organizer sowie eine Agenda dafür, dass die Schüler genau wissen, wo sie stofflich waren, sind und sein werden, was Voraussetzung dafür ist, dass Verknüpfungen von Lernstoff geschaffen werden können.
Echte Lernzeit kann durch  Wahls Sandwichprinzip gut umgesetzt werden. Dieses Prinzip ist durch einen Wechsel von kurzen, plenaren Einführungs- bzw. Vertiefungsphasen und langen, individuellen Lern- bzw. Übungsphasen gekennzeichnet. 
Voraussetzung für das Gelingen ist das methodische Wissen seitens der Lehrer und das Beherrschen der basalen Arbeitstechniken auf Schülerseite. 
Hier setzt auch beispielsweise Klipperts Methodentraining an. Ein Methodenverständnis, das nicht die Makro- und Mikromethoden favorisiert, sondern davon ausgeht, dem Schüler zunächst die grundlegenden Fähigkeiten (u.a. 5-Schritt Lesemethode, Oberbegriffe unterstreichen...) zu vermitteln, bevor Methoden im ursprünglichen Sinn umgesetzt werden können. 
Genau hier bietet sich ein Ansatz für unsere Steuergruppe. Wir müssen einen Weg finden, diese Grundfertigkeiten gezielt zu wiederholen und zu schulen, um Unterrichtsprinzipien wie das Sandwichprinzip erfolgreich umsetzen zu können. Dies sollte jedoch nicht abgekoppelt von unseren Lehrinhalten geschehen, sondern muss in aktuellen Stoff eingebunden werden. 

Herr Schmidt,  vielen Dank für die Inspiration!